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Hurrikan Irene hat am Wochenende die US-Ostküste getroffen. Der Sturm hat einen weniger zerstörerischen Verlauf genommen, als ursprünglich prognostiziert. Kurz vor dem ersten Auftreffen auf das Festland in North Carolina hat sich Irene auf Kategorie 1, die schwächste Hurrikan-Kategorie, abgeschwächt und hat diese Stärke auf ihrem Weg entlang der Ostküste bis nach New York beibehalten, um sich dann zu einem Tropensturm abzuschwächen. Die auf dem Festland gelegenen Windmessstationen haben durchgehend Werte gemessen, die unter den für Hurrikane lagen. Folglich sind die gemeldeten Windschäden nicht besonders gross. Allerdings wurde durch die enorme Grösse des Sturms ein sehr grosses Gebiet betroffen, so dass mit einer hohen Anzahl an Schadensmeldungen gerechnet werden muss. Auch die befürchteten Überschwemmungsszenarien sind nicht eingetreten. So kam es nicht zu massiven Flutereignissen in Manhattan oder einer Überflutung der New Yorker U-Bahn. In einem Report vom Sonntag gibt AIR die wahrscheinlichste Schadensgrösse in einer Bandbreite von 2 bis 8 Mrd. US Dollar an.
Auswirkungen auf CAT Bonds:
Die, aufgrund der nicht allzu hohen Windgeschwindigkeiten, voraussichtlich begrenzten Ansprüche aus den einzelnen Policen, lassen die ersten Schadensschätzungen als recht realistisch erscheinen. Die von uns im Portfolio gehaltenen US Hurrikan-Positionen für die Ostküste haben alle Attachment-Punkte (Punkt ab dem der Bond eine Schadenszahlung leisten muss), die erst bei deutlich höheren Versicherungsschäden greifen (USD 50 Mrd. und grösser). Die genaue Schadensdefinition hängt zwar meist vom individuellen Portfolio des Versicherers ab, jedoch erscheint uns der Sicherheitspuffer als ausreichend und wir gehen derzeit davon aus, dass keine unserer Portfoliopositionen einen Schaden erleiden wird. Auf Basis unserer internen Risikoanalyse beträgt die Wahrscheinlichkeit eines Schadenseintritts in unserem Portfolio weniger als 4%. Wir erwarten daher, dass sich die Preise dieser Bonds, die im Vorfeld um etwa 5-8% gefallen sind, sehr schnell wieder erholen. Aus unserer Sicht gibt es vor allem eine Position im Markt, Johnston Re, die ein erhöhtes Risiko einer Schadenszahlung trägt. Dieser Bond deckt Schäden in North Carolina ab. Das unterliegende Portfolio ist in extrem stark exponierten Küstenabschnitten konzentriert. Aufgrund dessen haben wir diesen Bond nicht in unser Portfolio aufgenommen. Gleiches gilt für Shore Re, der ähnlich ausgestaltete Risiken in Massachusetts deckt. Die Kurse beider Positionen haben markante Abschläge von bis zu 25% erlitten.
Taifun Nanmadol:
Sturm Nanmadol hat ebenfalls am Wochenendezu Schäden und Opfern auf den Philippinen geführt, bevor er als Sturm der Kategorie 1 auf Taiwan getroffen ist. Der Plenum CAT Bond Fund hält keine Positionen die zu Risiken in den Philippinen oder Taiwan exponiert sind.